Hausaufgaben?

Fachkräfte streiten sich seit jeher darüber, wie sinnvoll Hausaufgaben sind: Da wir der Meinung sind, dass Lernen überhaupt nur richtig Sinn macht, wenn es freiwillig stattfindet, gibt es bei uns auch nur Hausaufgaben, wenn die Kinder und Jugendlichen danach verlangen- auch damit das schulische Lernen nicht ganz auf zuhause verlagert wird. In Ausnahmefällen kommt das bei einzelnen Schüler_innen tatsächlich vor, die meisten genießen aber ihre Freizeit am Nachmittag. Wir glauben, dass verpflichtende Hausaufgaben häufig zu Kämpfen zuhause führen und die Beziehung zwischen Eltern und Kind stören kann, denn in den wenigsten Fällen haben die Kinder Lust ihre Hausaufgaben zu machen und quälen sich stattdessen durch diese hindurch, beanspruchen die Hilfe von ihren Eltern, die oft selbst überfordert sind, dies zu leisten.

Ab der Sekundaria gibt es in Englisch nach den Kursen und Werkstätten Aufgaben zum selbstständigem Weiterarbeiten- ob dies in der Schule oder zu Hause passiert, bleibt den Schüler_innen überlassen. Die Verantwortung liegt dabei ganz bei den Schüler_innen, da es bei uns natürlich keine äußeren Konsequenzen für vergessene Hausaufgaben gibt...

Auch sind wir der Meinung, dass es am Nachmittag in der „Freizeit“ genug zu lernen gibt und dass dieses Lernen nicht weniger wertvoll ist. So haben die Kinder auch Zeit zahlreichen Aktivitäten und Interessen in Vereinen, Musikschulen usw. nachzukommen.  Am Morgen haben wir als Schule mit einer vorbereiteten Umgebung und mit genügend Material die Möglichkeit, die Kinder in wichtigen Bereichen so zu fördern, wie es zuhause meist nicht möglich ist, umgekehrt gibt es zuhause Lernfelder, die die Schule niemals ersetzen kann. Und das soll auch so bleiben.