Quarta 14/15

Die Quarta hat in diesem Schuljahr 14 Schüler und Schülerinnen. Vier davon waren schon letztes Jahr in der Quarta, einer ist extern neu dazu gekommen, neun sind von der Tertia in unseren Soutterain-Bereich „runter gekommen“. Die Haupt-LernbegleiterInnen sind mit Susanna Schlicht, Ina Fröhlich und Gerd Röcke die gleichen wie letztes Jahr. Zusätzlich haben wir noch einen FSJ-ler, der unseren inklusiven Jugendlichen begleitet.

Es ist für uns LernbegleiterInnen ein wenig ein Neuanfang, weil wir im Juli 14 die ersten acht SchülerInnen der FSD mit einer gelungenen externen mittleren Reifeprüfung in Denzlingen – Durchschnitt 1,4 - 2,8 – verabschiedet haben. Wie im Jahr davor bei der Hauptschulprüfung haben wir auch diesmal von den LehrerInnen und dem Rektor der WRS-Denzlingen sehr viel positives Feedback bekommen bezüglich der fachlichen Vorbereitung, aber auch zu den Persönlichkeiten der Prüflinge selbst.

Da unter den acht Abgängern auch einige Jugendliche waren, mit denen wir die Schule gegründet haben und alle von ihnen eine besondere Schullaufbahn bei uns hatten – nämlich Vorreiter zu sein, immer der älteste Jahrgang gewesen zu sein – war es ein besonderer Abschied. Mit diesem Jahrgang haben wir nacheinander die Sekundaria, Tertia und Quarta aufgebaut, stets war alles neu und unerprobt … Um so mehr freut uns, dass alle Acht ihre Pläne für danach – weiterführende Berufsgymnasien, - schulen, FSJs – umsetzen können.

Das Neue und Herausfordernde in diesem Jahr ist die Heterogenität der Quarta: Zwei machen dieses Schuljahr die WRS-Prüfung, zwei weitere wollen die Quarta verkürzen und versuchen auch, den WRS-Abschluss dieses Jahr zu absolvieren. Zwei andere Jugendliche stellen sich in diesem Schuljahr den Hauptschulabschlussprüfungen, einer macht einen internen FSD-Abschluss, die übrigen sieben SchülerInnen bereiten sich auf den WRS-Abschluss 15/16 vor. Alle diese Gruppen fahren ein individuelles Lernprogramm, das wir unterstützen und vorbereiten.

Auch die Quarta lebt mit der 3-Block-Struktur des Schultages in der FSD. Am Donnerstag machen wir Schule bis 15:30 Uhr, sonst wie alle anderen bis 13:05 Uhr.
In Absprache mit unseren Kids laufen Prüfungsvorbereitungskurse in Deutsch, Mathe und Englisch, in Materie-Natur-Technik, politische und wirtschaftliche Bildung sowie in den Wahlfächern Ethik bzw. Welt-Zeit-Gesellschaft.
Feste Wochenangebote sind bereits Kochen, Chor, menschliche Anatomie, Spanisch, Improtheater, Musikproduktion, aktuelles Weltgeschehen, Frisbee. Die Kreativwerkstätten, der Musikraum und das Kunsthandwerksatelier für ältere SchülerInnen, sind grundsätzlich immer nutzbar. Das Kunsthandwerksatelier wird in diesem Herbst eröffnet, wir haben dafür extra drei Container erworben. Wir freuen uns riesig, dass damit ältere SchülerInnen nun angemessen Kunsthandwerk ausüben zu können.

Weitere Angebote werden wohl noch folgen, die Sportsituation ist noch ungeklärt, Java-Programmierung soll es geben, ein Geschichtsangebot ebenso. Weitere Erfahrungs- und Wissensgebiete werden im Rahmen der Renaissance des Blocktages (hatten wir in der Tertia mal) jeden Dienstag Platz finden. Blocktag bedeutet erst mal ein unverplanter Tag, an dem ein Projekt, Thema, Exkursion laufen kann. Wir nutzen diesen Tag auch für externe Experten, die uns besuchen und ihr Ding vermitteln.

Auch unsere Gedanken zu unserem FSD-Abschluss spiegeln sich im Quarta-Jahresgeschehen wieder. Einige werden ein größeres Projekt angehen, in dem sie „IHR DING“ verwirklichen. Das kann alles mögliche sein, etwas Künstlerisches, Handwerkliches, Theoretisches, ein Event... Wer sich drauf einlässt, kann dieses Schuljahr einen Feuerlauf erleben sowie einen Walkaway, den es letztes Schuljahr auch schon gab: Ein mehrtägiger Hüttenaufenthalt mit entsprechender Einführung in den Kern des Geschehens, nämlich alleine als Jugendlicher eine Nacht in der Natur zu verbringen; ohne Zelt, digitale Geräte, Essen. Klingt unglaublich, funktioniert aber und lässt die Jugendlichen beträchtlich wachsen.


Schließlich: Die Stimmung ist wie gewohnt gut, die Kids unterstützen sich gegenseitig beim Arbeiten. Dieser Jahrgang ist disziplinierter als der letzte. Wir nehmen es, wie es kommt.