![]() |
<h4>Studie der Universität Dresden:
Wenn es nach Wissenschaftlern der Universität Dresden geht, sollten Lehrer nie wieder Schularbeiten aufgeben. Eine Studie ergab: Ob Schüler Hausaufgaben machen oder nicht, ist eigentlich egal - zu besseren Noten führen sie jedenfalls nicht.</h4>
Hausaufgaben sind blöd, Schüler wussten das schon immer. Nach dem Unterricht noch zwei oder drei Stunden Vokabeln pauken und Matheaufgaben lösen - für viele ist das Zeitverschwendung.
Tatsächlich bringen Hausaufgaben den Schülern nicht besonders viel, hat eine Studie der Technischen Universität Dresden ergeben. Mehr noch: Sie haben angeblich keinen Effekt auf die Schulleistungen.
“Gute Schüler werden durch Hausaufgaben nicht unbedingt noch besser”, sagt Hans Gängler von der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden, “und schlechte Schüler begreifen durch bloßes Wiederholen noch lange nicht, was sie schon am Vormittag nicht richtig verstanden haben.” Der Effekt auf die Zeugnisnote werde durch die Schularbeiten nicht beeinflusst - egal ob ein Kind die Mathe-Aufgaben direkt nach der Schule, nachts unter der Bettdecke oder überhaupt nicht mache.
Volltext unter http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,532362,00.html
Zehnjähriger klebt sich am Bett fest
Ach, was sind die Weihnachtsferien schön - Diego, 10, aus Monterrey in Mexiko wollte gar nicht zurück in die Schule. Mit Industriekleber befestigte er seine Hand am Bett. Stundenlang versuchte seine Mutter ihn zu befreien und musste dann um Hilfe rufen.
Am Montagmorgen bereitete Sandra Palacios wie immer das Frühstück für ihren Sohn Diego vor. Es war der erste Schultag nach den Ferien, Diego ließ auf sich warten. Hatte er verschlafen oder keine Lust aufzustehen? Soll vorkommen, am ersten Tag nach den Weihnachtsferien.
Die Mutter öffnete die Tür zu Diegos Zimmer - und sah ihn im Bett liegen. Seine Hand klebte am Kopfende des Bettrahmens, Diego sah Cartoons in Fernsehen. "Ich wollte nicht zur Schule gehen, weil ich die Ferien so schön fand", sagte er später der mexikanischen Zeitung "Reforma". "Ich dachte, wenn ich ans Bett geklebt bin, kann man mich nicht zwingen, zur Schule zu gehen."
Er hatte sich daran erinnert, dass seine Mutter starken Industriekleber gekauft hatte, und wusste auch, wo sie ihn aufbewahrte. In der Nacht stand er auf, schlich in die Küche, schmierte seine rechte Hand ein und klebte sich ans Bett. Normalerweise benutzt man den Kleber, um Schuhe zu reparieren.
Mama Palacios versuchte sofort, ihren Sohn vom Bett zu befreien: erst mit Wasser, dann mit Öl, sogar mit Nagellack-Entferner. Eine halbe Stunde verging, eine ganze. Es klappte nicht, der Schulbeginn rückte immer näher.
Nach zwei Stunden gab sie schließlich auf und rief die Rettungssanitäter. Ein Spray löste den Kleber, die Hand blieb unverletzt. Und Diego schaffte es doch noch pünktlich in die Schule.
"Eigentlich ist er ein guter Junge", sagte die Mutter der Zeitung, "vielleicht ein wenig schelmisch - wie alle Kinder".
maf / dpa, AP